Ahara Rithu - Ernährung nach den Jahreszeiten


Rithu - Jahreszeiten


Die Bewegung der Sterne und Planeten rufen ein weites Spektrum an Veränderungen in uns und um uns hervor. Die Jahreszeiten sind eine dieser regelmäßigen Veränderungen. Diese lassen sich generell in zwei Gruppen einteilen:
Dakishinayana - Sonne bewegt sich zur südlichen Hemisphäre. Die Temperatur senkt sich graduell,da der Neigungswinkel grösser wird und außerdem entfernt sich die Sonne von der Erde. Diese Zeit wird auch Visarga (bereichern) genannt, weil Lebewesen in dieser Zeit stärker werden. Visarga ist Soumya (kalt), da der der Mond einen starken Einfluss hat. Varsha (Regenzeit) - Sharath (Herbst) - Hemata (früher Winter)
Utharayana - Sonne bewegt sich in Richtung Norden und näher zur Erde - die Temperatur steigt und Lebewesen verlieren langsam an Stärke. Daher wird diese Zeit Adana (entziehen)genannt. Adana Periode ist Agneya (heiß) und die Sonne ist sehr stark. Shishira (später Winter) - Vasanta (Frühling) - Greeshma (Sommer)

 

Beziehung Jahreszeiten - Doshas
Die zyklischen Veränderungen der Jahreszeiten haben einen starken Einfluss auf die Doshas. Durch Veränderungen in unserer Ernährung können wir diesen Einflüssen entgegenwirken.

Dosha Erhöhung Schwächung Normal
Kapha Winter Frühling Sommer
Pitta Regen Herbst Winter
Vata Sommer Regen

Herbst

 

 

Rithu - Charakter und Routine
Hemanta und Shishira (Winter- früh und spät) - Diese sind durch extreme Kälte gekennzeichnet und dadurch erhoht sich Agni (inneres Feuer), welches sich in der Koshta (Bauch) konzentriert. Vata wird leicht erhöht und bewirkt eine Austrocknung. Daher werden Ölungen - Abhyanga an Kopf, Füssen und Sportliche Betätigung angeraten. Die Ernährung sollte schwer und ölig sein und tierische Produkte beinhalten.  
Vasanta (Frühling) - Das angesammelte, festgewordene Kapha des Winters beginnt durch die stärke Sonneneinstrahlung zu schmelzen und gelangt in die Blutbahnen. Dadurch wird Agni beeinflusst, gefolgt von Fieber, Allergien, Verkühlungen und Asthma. Also sollten Sodanana (Reinigung) Therapien durchgeführt werden - Vamana (Erbrechen), Virechana (Abführen) und Nasya (Nasenölung). Nahrung sollte kühlend, leicht und trocken sein.
Greeshma (Sommer) - Die Sonne ist am stärksten in dieser Jahreszeit und trocknet alles aus auf dieser Erde. Der Körper wird schwach und Agni reduziert sich auf ein Minimum. Scharfes Essen, Sport und direkte Sonne sollten vermieden werden. Nahrung sollte kühlend, leicht und süss wie Milch sein.
Varsha (Regen) - Wegen des starken Regen, kalter Winde, feuchter Ausdünstungen der Erde und unsauberem Wasser sind alle drei Doshas aus der Balance. Agni ist schwach und Vata gestört. Vermeide den Regen und die kalten Winde so weit es geht um Krankheiten zu vermeiden. Sodana (Reinigung) mit Kashya Vasti (Einläufe) sollte angewendet werden. Die Nahrung sollte leicht, warm und nicht ölig sein, abgekochtes Wasser, Honig und Buttermilch sollte eingenommen werden.
Sharath (Herbst) - Sonne kommt nach dem Regen hervor und der Himmel ist mit weisen Wolken geschmückt. Durch die erneute Sonneneinwirkung wird Pitta verstärkt und ruft Krankheiten hervor. Daher sollte Virechana (Abführen) praktiziert werden. Bittere, leicht und kühlende Nahrung sollte eingenommen werde.



Tages- und Nachtzeiten

Tag: teile den Tag (Tageslicht) in drei gleiche Teile. Das erste drittel gehört Kapha. Zu Mittag steigt Pitta an, während sich am Nachmittag Vata manifestiert.
Nacht: auch sollte man die Länge der nacht in drei Teile teilen. Wieder beginnt Kapha, dann um Mitternacht ist Pitta am stärksten und später folgt Vata.
Der Wechsel ist fliessend. Am Morgen sollten wir mit einem leichten Frühstück und Morgengymnastik Kapha balncieren, zu Mittag mit einem guten Essen die Verdauungskraft von Pitta nützen und am Nachmittag mit Gelassenheit Vata beruhigen. Am Abend mit leichtem Mahl Kapha nicht fördern, zu Bett gehen bevor Pitta zu stark wird.